Neues aus der Begegnungsstätte

von | 11. Mai. 2017 | Bauschritte, Lage vor Ort, Rundbrief 20 (2017), Soziale Aktivitäten | 0 Kommentare

Dank unseres Programmes für junge jüdische Freiwillige aus aller Welt (TEN – „Gib!“) , der Freiwilligen und Praktikanten aus Deutschland (in diesem Berichtsjahr eine freiwillige von den Freunden der Erziehungskunst, eine Studenten-Praktikantin, siehe Berichte) und derjenigen Studenten des anthroposophischen Grundjahres, die im Wald wohnen und trotz aller Wechsel eine immer zuverlässigere Gruppe bilden, ist unser Grundstück durchgehend sehr belebt. Die Freiwilligen arbeiten in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya, in einer sozialtherapeutischen Einrichtung in Harduf und auf dem Gelände der Begegnungsstätte selbst. In Ka’abiya tragen sie vor allem zur Motivation der Kinder und zur Verlebendigung des Englischunterrichts bei. Jede TEN-Gruppe bleibt etwa fünf Monate bei uns, und die Wirkungen auf alle Beteiligten sind erstaunlich: Die jungen Leute lernen vieles über dieses Land, was ihnen bisher noch niemand erzählt hatte, die arabischen Kinder schnuppern die Luft der großen weiten Welt und lernen, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist – und die Begegnungsstätte wächst und wird immer anerkannter.

Die Theaterbegegnungen mit Schülern sind weiterhin ein fester Teil des Programms. Leider ließ sich wegen der Kollision mit den Prüfungsterminen in Israel ein Projekt mit europäischer Beteiligung für eine große Tagung in Holland in diesem Jahr nicht durchführen. Schade! Aber der frühe Sommer ist erfahrungsgemäß ein ungünstiger Zeitpunkt für solche Vorhaben…

Wichtig sind vor allem aber auch die Treffen, die über die regelmäßigen Aktivitäten hinaus stattfinden – Vor allem zivilgesellschaftliche Aktivitäten für die Gleichstellung aller Bevölkerungsgruppen in Nord-Israel, Arabisch-Unterricht für die Aktivisten, Frauentreffen, gemeinsame Feste… Zu Pfingsten gibt es wieder ein Erzähler-Festival über mehrere Tage, in mehr lokalem Kontext, da viele Aktivisten überregional unterwegs sein werden gerade in dieser Zeit…

Wie sieht „der Wald“ inzwischen aus?
Die Gruppenunterkunft für die Freiwilligen besteht aus drei Einheiten, in denen es bis zu achtzehn Schlafplätze in Mehrbettzimmern gibt. Dazu gehören sehr annehmbare Duschen und Öko-Toiletten sowie eine Waschmaschine.
Die Gemeinschaftsküche dient auch als Unterrichts- und Aufenthaltsraum. Hier kochen die Freiwilligen und bei Bedarf wird auch für Gäste der Begegnungsstätte Essen bereitet.

Die Wohnzelte, Jurten und Tipis unterhalb der Freiluftbühne (in denen die einheimischen Studenten und Mitarbeiter wohnen) werden immer komfortabler, und auch die Sanitäranlagen, die es für diese Gruppe seit einiger Zeit gibt, sind durchaus zivilisationstauglich.

Unser alter Eisenbahnwagen hat einen Vorbau bekommen und dient weiterhin als Büro und Computer- bzw. WLAN-Stützpunkt.

Der Garten hat sich unter der liebevollen Pflege von Daniel Gordon weiterentwickelt. Es wurde einiges an Land hinzugepachtet, wo Gemüse und einheimische Heilkräuter angebaut werden. Auch mit der Lichtwurzel beschäftigen wir uns inzwischen…

Im unteren Teil des Grundstücks gibt es die „Jugendherberge“, eine Art Campingplatz mit festen Großzelten, eigenen Duschen/Öko-Toiletten und großzügiger Freiluft-Küche,. Sie wird schon fleißig genutzt, und ist eine kleine Einnahmequelle, die zur Unterhaltung des Ortes beiträgt…

Und vor allem – das Fundament des Andachtshauses war 2015 fertig geworden, so dass wir auf der Grundfläche in einer Laubhütte damals schon die Friedensübungswoche begehen konnten. Der Schutzraum, der als Nebenraum des Andachtshauses auch als Sakristei dienen soll, ist inzwischen dazu gekommen, so dass wir jetzt an den Saalbau gehen können – Schritt für Schritt, wie im beiliegneden Faltblatt genauer berichtet werden soll. Wenn die Finanzierung des Rohbaus steht, kann dann wieder viel in Eigenleistung geschehen…

Ilse Wellershoff-Schuur

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