Rund um das Andachtshaus wächst ein interreligiöser Kreis, inspiriert von der Christengemeinschaft. Menschen verschiedener Herkunft feiern Gottesdienste, übersetzen Ritualtexte ins Hebräische und arbeiten an einer „überreligiösen“ Theologie – getragen von Engagement, trotz begrenzter priesterlicher Präsenz.
Einblicke in das aktuelle Leben der Begegnungsstätte: soziale Aktivitäten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Fortschritte auf dem Gelände und am Andachtshaus sowie persönliche Stimmen von Mitarbeitenden, Freiwilligen und Gästen. Hier wird sichtbar, wie sich Arbeit, Alltag und Hoffnung konkret gestalten.
Masaha – Ein Raum für Heilung in El-Homeira
Masaha („Raum“) im Sawa’ed-Dorf El-Chomeira bietet bis zu 12 arabischsprachigen Menschen mit Trauma, Depression oder Psychose eine freiwillige, 45–60-tägige stationäre Therapie. Ein ganzheitliches Team arbeitet familiennah, ergänzt durch Werkstätten und Landwirtschaft – Heilung in Würde, Struktur und Gemeinschaft.
Antigone im Schatten des Krieges — Die Midrasha 2024/25
Die Midrasha 2024/25 schloss mit einer zweisprachigen „Antigone“ – ein leises Hoffnungszeichen inmitten von Krieg und Misstrauen. Jüdische und arabische Jugendliche blieben im Dialog, bauten Vertrauen im Alltag und im Freiwilligendienst – ein mutiger Beitrag zur Geschwisterlichkeit trotz allem.
Das Andachtshaus: Ein geistiger Schutzraum in Zeiten des Krieges
Inmitten von Terror und Krieg versucht Sha’ar laAdam, die Flamme der Koexistenz zu bewahren. Das Andachtshaus wird zum geistigen Schutzraum, in dem Spiritualität, Begegnung und gemeinsames Handeln Halt geben. Trotz Baustopp bleibt es ein lebendiger Ort der Hoffnung und Verständigung.
Die Midrasha 2023/24 — Zusammenleben in Zeiten des Terrors …
Mitten im Krieg stellten sich jüdische und arabische Jugendliche des Midrasha-Programms in der Begegnungsstätte Angst und Misstrauen. Statt Debatten setzten sie auf gemeinsames Tun: Arbeit, Kunst und Sport stärkten Vertrauen. So wuchs aus Krise Verbundenheit – ein kleiner, gelebter Weg zur Koexistenz.
Chanukka und Advent im Andachtshaus
Im Andachtshaus werden Chanukka und Advent gemeinsam gefeiert. Drei Freiwillige prägen die Jugendgemeinschaft und engagieren sich trotz erschwerter Reisebedingungen in sozialen Brennpunkten Galiläas. Ihre Präsenz ist ein Segen für Begegnung und gelebte Solidarität.
Masaha – der offene Ort
Masaha ist eine alternative stationäre Einrichtung für arabisch-israelische Patient:innen in seelischen Krisen. In dörflicher Umgebung verbindet sie Psychiatrie, Kunst- und Arbeitstherapie mit klarer Tagesstruktur. Bis zu sechs Menschen finden hier für 4–12 Wochen Schutz, Rhythmus und individuelle Begleitung.
Neues aus dem Sawa’ed-Dorf El-Homeira
Die Gästeunterkunft wurde zu einer kleinen Klinik umgebaut. Unter Leitung von Amin Sawaed werden dort arabischsprachige Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt. In Kooperation mit „Hiram“ entsteht ein kultursensibles, anthroposophisches Therapieangebot mit Fachteam und Arbeitstherapie.
Das Andachtshaus in Entwicklung
Trotz Corona und neuer Spannungen bleibt Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan ein Ort gelebter Koexistenz. Stille Gebete, interreligiöse Abende, Iftar und Musik halten die Hoffnung wach. Das Andachtshaus soll weiter wachsen – als offener Raum für Frieden, Spiritualität und Begegnung.
Die Bewohner des Waldes
Im Wald leben internationale TEN-Freiwillige, deutsche Volontäre und israelische Midrasha-Jugendliche gemeinsam. Dazu kommen Praktikanten, Studierende, Familien und Gäste. So entsteht ein lebendiger Ort für Bildung, Dialog und zivilgesellschaftliche Initiativen über kulturelle Grenzen hinweg.










