Das Andachtshaus: Ein geistiger Schutzraum in Zeiten des Krieges

von | 2. Apr.. 2024

Inmitten von Terror und Krieg versucht Sha’ar laAdam, die Flamme der Koexistenz zu bewahren. Das Andachtshaus wird zum geistigen Schutzraum, in dem Spiritualität, Begegnung und gemeinsames Handeln Halt geben. Trotz Baustopp bleibt es ein lebendiger Ort der Hoffnung und Verständigung.

In der Mitte des Wahnsinns des letzten halben Jahres bemüht sich Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan darum, die Flamme der Koexistenz zu hüten. Unsere Intention ist es, die innere Verbindung zu den spirituellen Wesen zu pflegen, die darauf warten, uns für unsere Gedanken und Taten eine helfende Hand zu reichen.

Es gibt viele Fragen: Was bedeutet diese Eskalation der Gewalt — das Massaker der Hamas an den unschuldigen Grenzbewohnern, von denen viele selbst Friedensaktivisten waren, andere arabische Israelis oder asiatische Arbeitskräfte in Landwirtschaft und Pflege, und andererseits den dadurch entfesselten Krieg, der wiederum bei unschuldigen Kindern und Unbeteiligten Zivilisten zu so großem Leid führt? Wie können wir so unverständliche Geschehnisse in uns aufnehmen und dabei seelisch nicht kaputt gehen? Wie bleiben wir bei alledem offen für die großen Veränderungen, die menschheitlich in unserer Zeit anstehen? Wie leben wir diesen Wandel? Was ist dabei die Rolle eines Begegnungsortes wie Sha’ar laAdam -Bab l’il Insan? Und genauer: Was ist die Rolle unseres Andachtshauses und damit der Spiritualität in dieser turbulenten Zeit? Wie kann das Andachtshaus ein offener Raum für Frieden und Verständnis untereinander sein und immer mehr werden — zwischen den Kulturen und Religionen in Galiläa und in der Welt?

Mangels anderer Räume geschieht vieles in unserem »spirituellen Zentrum«, aber bei näherem Hinfühlen erweist sich so manches profane als tief religiöse, toleranzfördernde und damit menschenfreundliche Aktivität

Was die bauliche Entwicklung betrifft, stagniert vieles. Fenster und Türen des Hauses sind nach wie vor mit provisorischen Fenstern geschlossen, aber der Boden ist immerhin inzwischen des Ortes würdig — ein schöner Natursteinboden, der im Frühling 2023 verlegt wurde und sich als sehr widerstandsfähig erweist..

Auch die Sakristei samt Bad und Teeküche könnte ein »Upgrade« gebrauchen… Und wenn wir irgendwann etwas mehr Geld dafür sammeln können, sind die Dachisolierung sowie die Fenster und die schöne, längst konzipierte Schiebetür dran! Aber zur Zeit haben alle überall andere Prioritäten… und auch so, wie das Haus jetzt ist, dient es uns schon sehr gut!

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