Neues aus der Begegnungsstätte

von | 3. Jan.. 2015

Freiwillige aus aller Welt beleben das Gelände, unterrichten in Ka’abiya und fördern Begegnung. Neue Unterkünfte entstehen, Programme wachsen, das Gelände entwickelt sich weiter – und nun beginnt endlich der Bau des Andachtshauses. Ein neuer Meilenstein für die Initiative.

Dank unseres Programms für junge jüdische Freiwillige aus aller Welt (TEN – „Gib!“) und der Studenten des anthroposophischen Grundjahres, die zum Teil im Wald wohnen, ist unser Grundstück jetzt durchgehend recht belebt. Die Freiwilligen arbeiten unter anderem in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya. Dort tragen sie vor allem zur Verlebendigung des Englischunterrichts bei.

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Jede Gruppe bleibt etwa vier Monate bei uns, und die Wirkungen auf alle Beteiligten sind erstaunlich: Die jungen Leute (bisher aus den USA, Kanada, England, Schweden) lernen vieles über dieses Land, was ihnen bisher noch niemand erzählt hatte, die arabischen Kinder schnuppern die Luft der großen weiten Welt und lernen, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist – und die Begegnungsstätte wächst und wird immer anerkannter. Die Theaterbegegnungen mit Schülern sind auch ein fester Teil des Programms. Für 2016 beginnt sich wieder ein Impuls für ein Projekt mit europäischer Beteiligung zu formen. Auch das Programm für Wehrdienstleistende in alternativer Verwendung geht weiter. Leider haben wir allerdings immer noch keine arabisch-sprachigen Zivildienstleistenden. Diese Initiative ist noch in Arbeit…

Wichtig sind auch die Treffen, die außerhalb der laufenden Programme für junge Leute stattfinden – eine Initiative für Lehrer in Galiläa, die Common Path-Initiative, Arabisch-Unterricht für die Aktivisten, Frauentreffen, gemeinsame Feste… Zu Pfingsten plant man wieder ein Erzähler-Festival über mehrere Tage…

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Baulich sieht es inzwischen so aus, dass es zu den beiden Gruppenunterkünften für die Freiwilligen bald eine dritte Wohneinheit geben wird, die halb fertig ist. Dann werden etwa 18 junge Leute in Mehrbettzimmern gut hier wohnen können. Die Wohnzelte, Jurten und Tipis unterhalb der Freiluftbühne werden immer komfortabler, und die Sanitäranlagen, die es seit einiger Zeit neben den weiterhin bestehenden Campingtoiletten gibt, sind durchaus zivilisationstauglich.

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Unser alter Eisenbahnwagen – anfangs der einzige Ort im Wald, der abschließbar war, ist auf das Waldgrundstück umgezogen und wird nun das Büro – ja, WLan gibt es inzwischen auch im Wald…

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Der Garten hat sich unter der liebevollen Pflege von Daniel Gordon weiterentwickelt und die Abwasserteiche harren einer fachmännischen Hilfestellung, mit der wir das ursprüngliche Konzept von Zisternen und Abwasserklärung weiterführen können. Auch das ist in Arbeit.

Foto: Tor zur Welt … e.V.
Foto: Tor zur Welt … e.V.

Und vor allem – das Grundstück für das Andachtshaus ist abgesteckt, die Bäume fallen nächste Woche, und dann wird das Fundament gelegt! Dazu gab es am Ende einer Seminars zur Bedeutung der religiösen Erneuerung am 24. Januar eine bewegende Ze-remonie, die sozusagen den ersten Spatenstich setzte. Die Pläne wurden noch einmal angepasst, so dass die Fertigstellung des Rohbaus mit einigem guten Willen und unter der Voraussetzung, dass die Spenden weiter fließen, bis Michaeli realistisch erscheint. Ein gesondertes Infoblatt zum Bauvorhaben Andachtshaus schicken wir bald herum!

Ilse Wellershoff-Schuur

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

Die Christengemeinschaft in der Begegnungsstätte

Die Christengemeinschaft in der Begegnungsstätte

Rund um das Andachtshaus wächst ein interreligiöser Kreis, inspiriert von der Christengemeinschaft. Menschen verschiedener Herkunft feiern Gottesdienste, übersetzen Ritualtexte ins Hebräische und arbeiten an einer „überreligiösen“ Theologie – getragen von Engagement, trotz begrenzter priesterlicher Präsenz.

Masaha – Ein Raum für Heilung in El-Homeira

Masaha – Ein Raum für Heilung in El-Homeira

Masaha („Raum“) im Sawa’ed-Dorf El-Chomeira bietet bis zu 12 arabischsprachigen Menschen mit Trauma, Depression oder Psychose eine freiwillige, 45–60-tägige stationäre Therapie. Ein ganzheitliches Team arbeitet familiennah, ergänzt durch Werkstätten und Landwirtschaft – Heilung in Würde, Struktur und Gemeinschaft.

Antigone im Schatten des Krieges — Die Midrasha 2024/25

Antigone im Schatten des Krieges — Die Midrasha 2024/25

Die Midrasha 2024/25 schloss mit einer zweisprachigen „Antigone“ – ein leises Hoffnungszeichen inmitten von Krieg und Misstrauen. Jüdische und arabische Jugendliche blieben im Dialog, bauten Vertrauen im Alltag und im Freiwilligendienst – ein mutiger Beitrag zur Geschwisterlichkeit trotz allem.

Alternativ können Sie auch direkt auf unser Konto spenden:

GLS BANK | IBAN: DE14 4306 0967 0043 5266 00 | BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Adresse für Zuwendungsbescheinigung
Spenden AGB

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Sie können den Newsletter jederzeit über den Link in unserem Newsletter abbestellen. Wir verwenden als Plattform zu Datenverarbeitung. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.