Die arabische Waldorfschule in Shfaram wird zum Lernort interreligiöser Arbeit: In Fortbildungen suchen muslimische, christliche, drusische und jüdische Lehrer gemeinsam nach Wegen, Religionsunterricht verbindend zu gestalten – im Respekt vor Vielfalt statt Abgrenzung.
In dieser Rubrik versammeln sich Essays, Erfahrungsberichte und Hintergrundartikel zur Begegnungsarbeit. Sie beleuchten spirituelle, gesellschaftliche und pädagogische Aspekte des Projekts und geben Einblick in Entwicklungen vor Ort. Die Texte laden dazu ein, Zusammenhänge zu vertiefen und Fragen unserer Zeit im Kontext von Koexistenz neu zu bedenken.
Sulha – ein orientalisches Friedensritual
Sulha – ein jahrhundertealtes Friedensritual aus dem Nahen Osten – setzt auf Vergebung, Verantwortung und öffentliche Versöhnung statt Rache. Durch Vermittlung, Sühne und gemeinsames Mahl wird gestörte Gemeinschaft geheilt. Ein bewegendes Modell nachhaltiger Konfliktlösung – auch über Galiläa hinaus.
Das Israelitische Krankenhaus in der Ellernstr., Hannover
Zum Holocaust-Gedenktag präsentierten Jugendliche ein bewegendes Erinnerungsprojekt zur Geschichte des Israelitischen Altersheims in Hannover – von seinen Anfängen bis zur Zeit als „Judenhaus“. Entstanden sind ein Film und eine Broschüre, die deutsch-jüdische Geschichte neu erfahrbar machen.
Die Geschichte des Sawa’ed-Dorfes EI-Homeira
Sawa’ed El-Homeira – „rote Erde“ – ist mehr als ein Dorf: Es ist die Geschichte der Familie Sawa’ed, ihrer Wanderungen aus dem Irak, ihres sesshaft Werdens in Galiläa und ihres Ringens um Anerkennung. Zwischen Stammestradition und Moderne entsteht ein neues Kapitel beduinischen Lebens.
Der Kinder- und Jugendplan der Bundesregierung
Dank Mitteln des Kinder- und Jugendplans können unsere deutsch-israelischen Jugendbegegnungen realisiert werden. Die Förderung ermöglicht wertvolle Erfahrungen – erfordert jedoch großen administrativen Aufwand und finanzielle Vorleistungen. Für mehr Planungssicherheit bitten wir um Unterstützung.
Ein christlicher Impuls …
Welche Rolle spielt das Christentum in einer jüdisch-arabischen Begegnungsstätte? Zwischen Vorurteilen und Sehnsucht nach Erneuerung wächst in Galiläa ein offener religiöser Impuls: freilassend, dialogbereit und getragen von Menschen, die Spiritualität neu und gemeinsam suchen.






