Rundbrief 27 (2025)

Liebe Freunde!

Angesichts der desolaten Lage im Lande versagen uns oft die Worte. Dennoch gibt es auch in diesem Jahr kleine und größere Neuigkeiten, die Mut machen und Hoffnung verbreiten – zum Weitermachen und auch zum wohlwollenden Begleiten!

Wir danken allen treuen Weggefährten und bitten herzlich darum, dass die guten Gedanken, Gebete und Gaben uns auch künftig begleiten! Die Menschen vor Ort zählen auf uns. Sie sind es, die beweisen, dass die Begegnungen der letzten 30 Jahre Früchte tragen! Dieser Rundbrief enthält starke Zeugnisse davon und hoffnungsvolle Ansätze für unsere weitere gemeinsame Arbeit.

Herzlich grüßt für den Vorstand

Ilse Wellershoff-Schuur

Die Christengemeinschaft in der Begegnungsstätte

Die Christengemeinschaft in der Begegnungsstätte

Rund um das Andachtshaus wächst ein interreligiöser Kreis, inspiriert von der Christengemeinschaft. Menschen verschiedener Herkunft feiern Gottesdienste, übersetzen Ritualtexte ins Hebräische und arbeiten an einer „überreligiösen“ Theologie – getragen von Engagement, trotz begrenzter priesterlicher Präsenz.

Interview mit Iduna Kreissl

Interview mit Iduna Kreissl

Neun Jahre nach ihrem ersten Einsatz erlebt Iduna Kreissl eine veränderte Freiwilligenkultur: weniger Abenteuerlust, mehr Verantwortungsgefühl. Trotz Krieg und Unsicherheit wachsen Bindung und Engagement. Koexistenz braucht Mut, klare Rollen und echte Begegnung auf Augenhöhe.

Landwirtschaft auch in der Begegnungsstätte

Landwirtschaft auch in der Begegnungsstätte

Mit Unterstützung aus Deutschland entstand in der Begegnungsstätte eine kleine Kuhherde für biologisch-dynamische Landwirtschaft. Milchprodukte wie Joghurt und Tzfatit-Käse bereichern den Ort. Die Tiere stärken Erdheilung, Gemeinschaft und regionale Selbstversorgung.

Masaha – Ein Raum für Heilung in El-Homeira

Masaha – Ein Raum für Heilung in El-Homeira

Masaha („Raum“) im Sawa’ed-Dorf El-Chomeira bietet bis zu 12 arabischsprachigen Menschen mit Trauma, Depression oder Psychose eine freiwillige, 45–60-tägige stationäre Therapie. Ein ganzheitliches Team arbeitet familiennah, ergänzt durch Werkstätten und Landwirtschaft – Heilung in Würde, Struktur und Gemeinschaft.

Antigone im Schatten des Krieges — Die Midrasha 2024/25

Antigone im Schatten des Krieges — Die Midrasha 2024/25

Die Midrasha 2024/25 schloss mit einer zweisprachigen „Antigone“ – ein leises Hoffnungszeichen inmitten von Krieg und Misstrauen. Jüdische und arabische Jugendliche blieben im Dialog, bauten Vertrauen im Alltag und im Freiwilligendienst – ein mutiger Beitrag zur Geschwisterlichkeit trotz allem.