Rundbrief 26 (2024)

Liebe Freunde!

Längst hätten wir schreiben sollen! Aber nachdem wir erst das Vereinsjubiläum abwarten wollten, holten die Ereignisse uns ein… Mit dem Massaker vom 7. Oktober hat sich die Welt des Nahen Ostens radikal verändert. Seitdem herrscht Krieg im Lande — der längste und brutalste seit Jahrzehnten. Und auch wenn es in der unmittelbaren Umgebung unserer Begegnungsstätte scheinbar ruhig ist — die Grenze zum Libanon ist nah, jeder hat persönliche Geschichten von Trauma und Verlust zu erzählen, und auch die Empathie mit dem Leid der Menschen im weitgehend zerstörten Gaza-Streifen lässt unsere Freunde vor Ort nicht mehr ruhig schlafen.

Vor allem aber ist das Misstrauen im Land in allen Bevölkerungsgruppen gewachsen. Viele haben frühere Bemühungen um Koexistenz innerlich und äußerlich aufgegeben. Und doch — gerade deshalb sind auch neue Initiativen aufgetaucht und bestehende wiederbelebt worden! Das gedeihliche Zusammenleben der Menschen im ganzen Land ist eine existentielle Bedingung für die Sicherheit aller Bevölkerungsgruppen. Unsere Begegnungsarbeit ist umso wichtiger geworden, leistet einen entscheidende Beitrag zur Stimmung in Galiläa und erfährt viel Anerkennung überall.

Die Zeiten ändern sich schnell in diesen Tagen, und was gerade noch geschrieben wurde, kann schon veraltet sein, bevor es gedruckt vorliegt. Auch das war ein Grund für unsere Zurückhaltung. Aber jetzt wagen wir eine Momentaufnahme und hoffen darauf, dass Ihre Unterstützung gerade in diesen schwierigen Zeiten uns weiter erreicht!

Für den Vorstand des Fördervereins Tor zur Welt… e.V.

Ilse Wellershoff-Schuur

Geplante Reiseaktivitäten …

Geplante Reiseaktivitäten …

Aufgrund der aktuellen Reisewarnung finden derzeit keine Reiseangebote statt. Dennoch hoffen wir, dass unsere Arbeit bald wieder vor Ort erlebbar sein wird. Aktuelle Informationen zu Studienreisen, Friedensübungswochen und Jugendreisen finden Sie regelmäßig auf unserer Website.

Neue Bürgermeisterin

Neue Bürgermeisterin

Zum Abschluss der Friedensübungswoche lernten wir Shlomit Shichur Reichman als Kandidatin kennen. Nun ist sie zur Nachfolgerin von Eyal Betzer gewählt worden. Sie versteht das Anliegen der Begegnungsstätte – wir freuen uns auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Das Andachtshaus: Ein geistiger Schutzraum in Zeiten des Krieges

Das Andachtshaus: Ein geistiger Schutzraum in Zeiten des Krieges

Inmitten von Terror und Krieg versucht Sha’ar laAdam, die Flamme der Koexistenz zu bewahren. Das Andachtshaus wird zum geistigen Schutzraum, in dem Spiritualität, Begegnung und gemeinsames Handeln Halt geben. Trotz Baustopp bleibt es ein lebendiger Ort der Hoffnung und Verständigung.

Die Midrasha 2023/24 — Zusammenleben in Zeiten des Terrors …

Die Midrasha 2023/24 — Zusammenleben in Zeiten des Terrors …

Mitten im Krieg stellten sich jüdische und arabische Jugendliche des Midrasha-Programms in der Begegnungsstätte Angst und Misstrauen. Statt Debatten setzten sie auf gemeinsames Tun: Arbeit, Kunst und Sport stärkten Vertrauen. So wuchs aus Krise Verbundenheit – ein kleiner, gelebter Weg zur Koexistenz.

25 Jahre Tor zur Welt … e.V. — Die Jubiläumsfeier

25 Jahre Tor zur Welt … e.V. — Die Jubiläumsfeier

Zum 25-jährigen Jubiläum von „Tor zur Welt“ versammelten sich Weggefährten aus Galiläa und Deutschland – Gründer, Schauspieler, Freiwillige und Familien. Die Feier zeigte: Aus der Initiative ist eine lebendige Gemeinschaft gewachsen, getragen von der Idee weltbürgerlicher Verantwortung und Menschlichkeit.

Über die Tournee des HaMila-Theaters 2023 in Deutschland

Über die Tournee des HaMila-Theaters 2023 in Deutschland

Die HaMila-Theatergruppe tourt mit einem Stück über Schwellen und Krisen durch Deutschland. Am 7. Oktober erreichen sie in Frankfurt die Nachrichten aus Israel. Trotz Schock und Angst entscheiden sie sich weiterzuspielen – Kunst als Halt und innere Notwendigkeit inmitten der Erschütterung.

Rückblick auf die Friedensübungswoche 2023

Rückblick auf die Friedensübungswoche 2023

Nach intensiven Tagen in Jerusalem begann die Friedensübungswoche zu Resilienz und innerer Stärkung. Beim anschließenden Aufenthalt in Tel Aviv wurden Teilnehmende vom 7. Oktober überrascht: Luftalarm, Evakuierungen, Flugchaos – und schließlich Heimflug mit der Bundeswehr.