Benjamin und Teresa leben als deutsche Freiwillige mit internationalen TEN-Teilnehmenden im Wald. Sie arbeiten in arabischen Schulen, in Beit Elisha und im Ökologieprojekt, feiern jüdische und muslimische Feste gemeinsam und gestalten Theaterprojekte – gelebte Begegnung trotz Corona und Spannungen.
Das Heilige Land ist ein Lehrmeister
Das Heilige Land bündelt die globale „Völkerwanderung“ und stellt das Nationalstaatsprinzip infrage. In Israel/Palästina prallen Identitäten, Traumata und Hoffnungen auf engstem Raum aufeinander. Zukunft entsteht dort, wo nicht Gruppeninteressen, sondern die Würde des Einzelnen und das Gemeinsame zählen.
Masaha – der offene Ort
Masaha ist eine alternative stationäre Einrichtung für arabisch-israelische Patient:innen in seelischen Krisen. In dörflicher Umgebung verbindet sie Psychiatrie, Kunst- und Arbeitstherapie mit klarer Tagesstruktur. Bis zu sechs Menschen finden hier für 4–12 Wochen Schutz, Rhythmus und individuelle Begleitung.
Neues aus dem Sawa’ed-Dorf El-Homeira
Die Gästeunterkunft wurde zu einer kleinen Klinik umgebaut. Unter Leitung von Amin Sawaed werden dort arabischsprachige Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt. In Kooperation mit „Hiram“ entsteht ein kultursensibles, anthroposophisches Therapieangebot mit Fachteam und Arbeitstherapie.
Das Andachtshaus in Entwicklung
Trotz Corona und neuer Spannungen bleibt Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan ein Ort gelebter Koexistenz. Stille Gebete, interreligiöse Abende, Iftar und Musik halten die Hoffnung wach. Das Andachtshaus soll weiter wachsen – als offener Raum für Frieden, Spiritualität und Begegnung.
Jahrestreffen 2021 online
Die Mitgliederversammlung von „Tor zur Welt… e.V.“ fand erstmals digital statt. Trotz Online-Format beteiligten sich treue und neue Mitglieder. Finanzen und Bericht wurden bestätigt, doch fehlende Reisen bremsen Spenden und Baufortschritt. Die Sehnsucht nach echter Begegnung bleibt groß.
Die Bewohner des Waldes
Im Wald leben internationale TEN-Freiwillige, deutsche Volontäre und israelische Midrasha-Jugendliche gemeinsam. Dazu kommen Praktikanten, Studierende, Familien und Gäste. So entsteht ein lebendiger Ort für Bildung, Dialog und zivilgesellschaftliche Initiativen über kulturelle Grenzen hinweg.
Iftar am Ende des Ramadan 2021
Trotz neuer Spannungen in Jerusalem und Gaza kamen viele zum Fastenbrechen in die Begegnungsstätte. Inmitten von Sorge und Unsicherheit setzte das Treffen ein Zeichen: Die Mehrheit wolle das jüdisch-arabische Zusammenleben stärken und Extremisten nicht das Feld überlassen.
Begegnungsarbeit während der Pandemie
Trotz Abstand und Einschränkungen durch die Pandemie blieb die innere Qualität der Begegnung lebendig und wirksam. Die Krise stellte Gewohntes infrage und schärfte den Blick für ungelöste Spannungen. Entscheidend ist, ob aus dieser Zeit neue Wachheit, Verantwortung und Mut für die Zukunft erwachsen.










