25 Jahre Tor zur Welt … e.V. — Die Jubiläumsfeier

von | 2. Apr.. 2024

Zum 25-jährigen Jubiläum von „Tor zur Welt“ versammelten sich Weggefährten aus Galiläa und Deutschland – Gründer, Schauspieler, Freiwillige und Familien. Die Feier zeigte: Aus der Initiative ist eine lebendige Gemeinschaft gewachsen, getragen von der Idee weltbürgerlicher Verantwortung und Menschlichkeit.

Wer hier alles zusammenkommt … Trotz der besonderen Situation kam etwa ein Viertel der knapp 50 Teilnehmenden aus Galiläa — die Mitbegründer Yaakov und Miriam Arnan, Amin Sawaed mit seiner Frau Fatma. Dazu eine Auswahl der Schauspieler und Schauspielerinnen des HaMila-Theaters, das vom selben Trägerverein betrieben wird wie die Begegnungsstätte Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan. Mitglieder des damaligen Oldenburger Jugendkreises, die heute Mittvierziger sind, ehemalige Jugendcamper aus verschiedenen Phasen der Bewegung, die die Arbeit weitergetragen haben durch all die Jahre, der Vorstand des Vereins, aktive Mitglieder und Fördernde und zehn ehemalige Freiwilligendienstleistende aus den letzten Jahren, von den Freunden der Erziehungskunst und der jüdischen Entsendeorganisation … Dazu einiges an Kindern und Kindeskindern… Im Schnitt insgesamt eher junge Leute. Wie jemand sagte: Wir sind eine Familie, nein, viel mehr als eine Familie. Die Begegnungsstätte Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan ist eine neue Kultur der menschheitlichen Gemeinsamkeit …

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Im Laufe der Jahre ist etwas gewachsen, das uns verbindet, und im Laufe des Wochenendes belebte sich diese Verbindung auch zwischen Menschen, die sich vorher noch nicht gekannt hatten, denn wir waren ja nicht alle gleichzeitig in Sha’ar laAdam – Bab l’il Insan. Der Name ist so wahr — der deutsche: »Tor zur Welt«, denn wir werden immer mehr Weltenbürger, schauen über das hinaus, was uns im Kleinen, in den Gruppenzugehörigkeiten, fesselt. Aber auch der arabisch-hebräische Name, der »Tor zum Menschen« bedeutet, zum Menschsein, zum Menschwerden. Der Mensch ist der Schlüssel. Wie es in der Gedenkstunde am Samstagmorgen bei einem Teilnehmer hieß: Wir dürfen nie vergessen, dass in jedem Menschen, auch dem grausamsten Terroristen oder dem Befehle ausführenden Fußsoldaten, auch im General und im Politiker, ein Mensch steckt und damit ein Funke Gottebenbildlichkeit, der das Individuum trägt. Insofern sind wir verwandter als Verwandte, alle Kinder einer schöpferischen Idee, auch wenn wir es verdrängen, vergessen, verleugnen. In der Gedenkstunde wird auch sonst Bemerkenswertes gesagt. Was hat der Einzelnen, dem Einzelnen die Begegnung mit diesem besonderen Ort bedeutet? Eindrücklich der Bericht eines Islamwissenschaftlers, der über die Veränderungen in der politischen Lage in den letzten 25 Jahren berichtete, sowie das sehr persönliche Statement eines unserer Mitglieder der ersten Stunde, der die aktuelle Lage als Diplomat und Mitglied des Krisenstabs im Auswärtigen Amt verfolgt. Auch viele andere erzählen davon, wie ihr beruflicher und privater Weg beeinflusst wurde von der Idee, dass wir alle Verantwortung tragen, dass wir etwas tun können, dass unser Einsatz nie egal ist, ob als Künstler, Lehrer, Aktivist …

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

Interview mit Iduna Kreissl

Interview mit Iduna Kreissl

Neun Jahre nach ihrem ersten Einsatz erlebt Iduna Kreissl eine veränderte Freiwilligenkultur: weniger Abenteuerlust, mehr Verantwortungsgefühl. Trotz Krieg und Unsicherheit wachsen Bindung und Engagement. Koexistenz braucht Mut, klare Rollen und echte Begegnung auf Augenhöhe.

Landwirtschaft auch in der Begegnungsstätte

Landwirtschaft auch in der Begegnungsstätte

Mit Unterstützung aus Deutschland entstand in der Begegnungsstätte eine kleine Kuhherde für biologisch-dynamische Landwirtschaft. Milchprodukte wie Joghurt und Tzfatit-Käse bereichern den Ort. Die Tiere stärken Erdheilung, Gemeinschaft und regionale Selbstversorgung.

Der gemeinsame Weg: Eindrücke von einem besonderen Tag

Der gemeinsame Weg: Eindrücke von einem besonderen Tag

Am 12. Juni 2024 wurde die Begegnungsstätte mit „El Tarik el Mushtaraka“ zum Ort gelebter Einheit. Musik, Theater, Lyrik und inspirierende Beiträge von Gemeindeleitern und Initiativen förderten Dialog und Vernetzung. Tanz und Begegnungen am Büffet stärkten sichtbar den gemeinsamen Weg.

Alternativ können Sie auch direkt auf unser Konto spenden:

GLS BANK | IBAN: DE14 4306 0967 0043 5266 00 | BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Adresse für Zuwendungsbescheinigung
Spenden AGB

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Sie können den Newsletter jederzeit über den Link in unserem Newsletter abbestellen. Wir verwenden als Plattform zu Datenverarbeitung. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.