Neues aus der Begegnungsarbeit

von | 26. Apr. 2018 | Lage vor Ort, Rundbrief 21 (2018), Soziale Aktivitäten | 0 Kommentare

Dank unseres Programmes für junge jüdische Freiwillige aus aller Welt (TEN – „Gib!“) , der Freiwilligen aus Deutschland (in diesem Berichtsjahr zwei Freiwillige von den Freunden der Erziehungskunst) und derjenigen Studenten des anthroposophischen Grundjahres, die im Wald wohnen, sowie der ökologischen und künstlerischen Projekte ist unser Grundstück durchgehend sehr belebt. Die Freiwilligen arbeiten in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya, in einer Behinderteneinrichtung in Harduf und auf dem Gelände der Begegnungsstätte selbst. In Ka’abiya tragen sie vor allem zur Motivation der Kinder und zur Verlebendigung des Englischunterrichts bei. Jede TEN-Gruppe bleibt vier Monate bei uns, die Freiwilligen aus Deutschland für ein Jahr, und die Wirkungen auf alle Beteiligten sind erstaunlich: Die jungen Leute lernen vieles über dieses Land, was ihnen bisher noch niemand erzählt hat, die arabischen Kinder schnuppern die Luft der großen weiten Welt und lernen, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist – und die Begegnungsstätte wächst und wird immer anerkannter!

Die Theaterbegegnungen mit Schülern sind weiterhin ein fester Teil des Programms. Trotz aller Kollision mit den Prüfungsterminen in Israel soll es bald auch wieder ein Projekt mit europäischer Beteiligung geben. Die Auslandsreisen locken die Schüler doch sehr, auch wenn nicht jeder Jahrgang in den Genuss einer solchen Reise kommt.

Dafür waren im letzten Jahr die Studenten der Schule für Sprache und Theater mit dem Stück „Murder in the Cathedral“ von T.S. Eliott in Süddeutschland und der Schweiz unterwegs.

Wichtig sind vor allem aber auch die Treffen, die über die regelmäßigen Aktivitäten hinaus stattfinden – Vor allem zivilgesellschaftliche Aktivitäten für die Gleichstellung aller Bevölkerungsgruppen in Nord-Israel, Arabisch-Unterricht für die Aktivisten, Frauentreffen, Interessengruppen (zum Beispiel eine Krebs-Selbsthilfegruppe für Frauen über die Kulturen hinweg), gemeinsame Feste, Studienarbeit (zur Zeit vor allem an der biologisch-dynamischen Landbauweise)…
Auch treffen sich Schulklassen regelmäßig zu gemeinsamer Waldarbeit.

Zu Shavuot/Pfingsten gibt es wieder ein Erzähler-Festival über mehrere Tage, zu dem auch viele Familien anreisen und im Wald campen.

Ilse Wellershoff-Schuur

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