In der Sendung berichten Amin Sawa’ed und Ilse Wellershoff-Schuur über den Aufbau einer jüdisch-arabischen Begegnungsstätte in Galiläa. Ausgangspunkt war ein Jugendprojekt aus Oldenburg, aus dem ein bundesweiter Verein entstand, der heute interkulturelle Begegnung in Israel unterstützt.
Ilse schildert, wie sie in einer Region tätig wurden, in der jüdische Israelis und arabische Beduinen zwar nebeneinander, aber kaum miteinander lebten. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Deutschland, Israel und der arabischen Bevölkerung begannen sie, im Wald einen Begegnungsort aufzubauen – zunächst ganz praktisch durch gemeinsames Arbeiten an Wegen, Plätzen und Gärten.
Amin beschreibt die Perspektive seines Beduinenstammes und die Bedeutung der frühen Kontakte zum benachbarten jüdischen Kibbuz. Trotz kultureller Unterschiede entstand eine respektvolle Zusammenarbeit. Besonders wichtig war das gemeinsame Tun – Arbeit an der Erde, Theaterprojekte und Feste – als Grundlage für Vertrauen.
Ein zentrales Element wurde die Theaterarbeit, etwa mit dreisprachigen Aufführungen von „Nathan der Weise“. Die Stücke wurden in Hebräisch, Arabisch und Deutsch gespielt und auch nach Deutschland gebracht. Dadurch entstand nicht nur kultureller Austausch, sondern echte Begegnung auf Augenhöhe.
Neben Theater und Jugendarbeit entwickelte sich die Begegnungsstätte weiter: interreligiöse Feste, ökologische Projekte, sozialtherapeutische Initiativen und Gespräche mit lokalen Verantwortungsträgern gehören heute dazu. Ziel ist es, Gleichberechtigung und gegenseitiges Verständnis im israelischen Alltag zu stärken – jenseits politischer Frontlinien.
Die Sendung macht deutlich: Frieden entsteht nicht durch abstrakte Programme, sondern durch langfristige Beziehungsarbeit, gemeinsames Handeln und die Bereitschaft, kulturelle Unterschiede als Bereicherung zu begreifen.
Ilse Wellershoff-Schuur





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