Neue Initiativen vor Ort

von | 3. Jan.. 2015

Im Wald entsteht eine Vision: Eine kleine, paritätische Lebensgemeinschaft aus arabischen und jüdischen Familien will dauerhaft nahe der Begegnungsstätte wohnen. Mit gemeinsamen Projekten wie Kindergarten oder Elternkursen soll gelebte Verständigung in die Region ausstrahlen.

Lebensgemeinschaft im Wald…?

Eine Idee nimmt Form an: Schon seit Beginn der Planung unserer Begegnungsstätte gab es die Idee einiger Aktivisten, hier auch dauerhaft gemeinsam wohnen zu wollen – nicht nur als Studenten oder Freiwillige vorübergehend für ein paar Monate oder Jahre, sondern eine kleine Wohnsiedlung zu bauen, in der einige arabische und jüdische Familien und Einzelpersonen paritätisch leben können.

Foto: Tor zur Welt … e.V.

Diese Idee verdichtet sich nun. Izhar und Zohar Bleiweiss, die Gründer der sozialtherapeutischen Einrichtung Beit Elisha, in der erwachsene Menschen mit Hilfsbedarf leben, haben gemeinsam mit einigen arabischen Freunden aus dem weiteren Umfeld in Galiläa den Impuls gefasst, auf dem Grundstück der Begegnungsstätte in Richtung zum Kibbuz/Swimming-Pool eine Wohnanlage zu planen. Gedacht ist an ein wirklich gemeinschaftliches Leben – zwar mit Rückzugsräumen für jede Familie, aber doch auch mit wesentlichen gemeinschaftlichen Anteilen. Die zukünftigen Mitbewohner hoffen, durch ihre Lebensweise in die Umgebung auszustrahlen und zu zeigen, dass Gemeinsamkeit möglich ist! Von hier aus kann der Impuls der Begegnungsstätte einige neue Arbeitsfelder ergreifen, die bei den Mitgliedern der Gruppe lebendig sind:

Soll es einen zweisprachigen Kindergarten geben? Kurse in gewaltfreier Kommunikation? Elternschule? Vieles ist möglich…

Die Initiative ist noch recht neu, wir wünschen ihr viel Erfolg und die Partner vor Ort begleiten die Planungsphase aktiv in vielen bereichernden Begegnungen.

Ilse Wellershoff-Schuur

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