Von Oldenburg über Hannover nach ganz Deutschland – Über das Vereins-Jubiläum

von | 4. Jan. 2009 | Berichte, Rundbrief 12 (2008), Vereinstreffen | 0 Kommentare

Gut 35 ehemalige (jugendliche und jugendbewegte) Mitstreiter belebten ihre Erinnerungen an eine ereignisreiche Zeit an einem Brennpunkt der Weltgeschichte: ISRAEL, dem friedensuchenden Land auf unserer Erde. In einem bunten Strauß von Erinnerungen wurde von Ilse Wellershoff-Schuur der Menschen der ersten Stunde gedacht, die sie noch von Dänemark aus in Dornach auf einer Weltlehrer-Tagung kennengelernt hatte. Bereits 1993 wurde eine erste Reise nach Israel angedacht, die nach einigen Einzelreisen (Konfirmationsgeschenke, Landwirtschaftspraktika) ein immer größeres Interesse bei Jugendlichen hervorrief. In Oldenburg bildete sich ein Jugendkreis, der gezielt ein Bauprojekt in Harduf angehen wollte: eine Gruppenunterkunft für nachfolgende Generätionen zu bauen. So entstand zunächst eine Pergola und in den weiteren Jahren ein Spielplatz mit Grasflächen und weiteren Projekten. 1998 konzentrierte sich die Idee, eine Begegnungsstätte zwischen Menschen aufzubauen, die aus den drei abrahamitischen Religionen hervorgegangen sind: dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Daraus gründete sich dann in Deutschland der gemeinnützige Verein: Tor zur Welt -— Shaar laOlam (hebräisch) – Bab ‘alAlem (arabisch) e.V..

Vereinsjubiläum in Berlin im Oktober 2008

Nun folgten jedes Jahr Baulager, allen kriegerischen Drohungen und Auseinandersetzungen zum Trotz. So entstand unter den Jugendlichen ein menschheitliches Bewusstsein für die Not unserer Zeit, die ja in Wirklichkeit nur einen Scheinfrieden hervorbringt. Inzwischen ist der Verein von Oldenburg über Hannover in ganz Deutschland gut repräsentiert: Der Vorstand sitzt in Hannover, Freiburg und Überlingen, und von Berlin aus führt Johann Schuur die Geschäfte, der auch ein Kind der ersten Stunde war und dort inzwischen Pfarrer ist. In Israel wurde ein entsprechender Verein gegründet, ein Waldstück nahe dem Kibbutz Harduf ist das Projektgelände. Nun geht es in den nächsten Jahren darum, dort ein ANDACHTSHAUS, in dem alle Konfessionen sich einzeln oder auch gemeinsam zu Gebet und Gottesdienst treffen können, zu errichten, das das Zentrum der Begegnungsstätte sein wird, die der Wald längst geworden ist. Dafür sammelt der Verein spenden und sucht Mitstreiter, die diese Arbeit unterstützen.

Das Wochenende hat den Versammelten die Ziele der Arbeit noch einmal näher gebracht, aber auch Gelegenheit geboten, sich nach teilweise langer Zeit einmal wieder zu begegnen und zu bemerken, wie wichtig das Erlebnis eines (oder mehrerer) Sommer in Israel bei der eigenen Suche gewesen ist.

Ingo Möller

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge

Freiwilligendienst unter Corona-Bedingungen

Wir - Benjamin Herth und Teresa Jägle - sind in diesem Jahr die Freiwilligen der "Freunde der Erziehungskunst“. Wir arbeiten, lernen und leben gemeinsam mit den Freiwilligen eines jüdischen Entsendungsprogramms, die hier einen TEN!-Dienst („Ten" heißt sinngemäß....

mehr lesen

Iftar am Ende des Ramadan 2021

Man konnte es auf der offiziellen Website des Emek Yesreel lesen — der Gebietskörperschaft, zu der sowohl Harduf als auch viele umliegende arabisch-palästinensische Orte gehören, mehr als ein Landkreis, aber kleiner als ein Regierungsbezirk.  Zum Fastenbrechen...

mehr lesen

Über die Friedensübungswoche 2019

Es war ein kleines Unterfangen, aber doch wohl ein Erlebnis für alle Beteiligten. Cornelie Unger-Leistner schreibt darüber einen schönen Artikel auf der Online-Nachrichtenplattform NNA, der hier abgerufen werden kann. Die Journalistin hat auch mit einigen Teilnehmern...

mehr lesen

Alternativ können Sie auch direkt auf unser Konto spenden:

GLS BANK | IBAN: DE14 4306 0967 0043 5266 00 | BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Adresse für Zuwendungsbescheinigung
Spenden-AGB

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Sie können den Newsletter jederzeit über den Link in unserem Newsletter abbestellen. Wir verwenden als Plattform zu Datenverarbeitung. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.