Von Oldenburg über Hannover nach ganz Deutschland – Über das Vereins-Jubiläum

von | 4. Jan.. 2009

35 ehemalige Mitstreiter erinnerten an 15 Jahre Engagement in Israel: Von ersten Bauprojekten in Harduf bis zur Vision einer interreligiösen Begegnungsstätte entstand „Tor zur Welt“. Nun soll ein Andachtshaus das Herz des Projekts werden – getragen von Hoffnung, Einsatz und Freundschaft.

Gut 35 ehemalige (jugendliche und jugendbewegte) Mitstreiter belebten ihre Erinnerungen an eine ereignisreiche Zeit an einem Brennpunkt der Weltgeschichte: ISRAEL, dem friedensuchenden Land auf unserer Erde. In einem bunten Strauß von Erinnerungen wurde von Ilse Wellershoff-Schuur der Menschen der ersten Stunde gedacht, die sie noch von Dänemark aus in Dornach auf einer Weltlehrer-Tagung kennengelernt hatte. Bereits 1993 wurde eine erste Reise nach Israel angedacht, die nach einigen Einzelreisen (Konfirmationsgeschenke, Landwirtschaftspraktika) ein immer größeres Interesse bei Jugendlichen hervorrief. In Oldenburg bildete sich ein Jugendkreis, der gezielt ein Bauprojekt in Harduf angehen wollte: eine Gruppenunterkunft für nachfolgende Generätionen zu bauen. So entstand zunächst eine Pergola und in den weiteren Jahren ein Spielplatz mit Grasflächen und weiteren Projekten. 1998 konzentrierte sich die Idee, eine Begegnungsstätte zwischen Menschen aufzubauen, die aus den drei abrahamitischen Religionen hervorgegangen sind: dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Daraus gründete sich dann in Deutschland der gemeinnützige Verein: Tor zur Welt -— Shaar laOlam (hebräisch) – Bab ‚alAlem (arabisch) e.V..

Vereinsjubiläum in Berlin im Oktober 2008

Nun folgten jedes Jahr Baulager, allen kriegerischen Drohungen und Auseinandersetzungen zum Trotz. So entstand unter den Jugendlichen ein menschheitliches Bewusstsein für die Not unserer Zeit, die ja in Wirklichkeit nur einen Scheinfrieden hervorbringt. Inzwischen ist der Verein von Oldenburg über Hannover in ganz Deutschland gut repräsentiert: Der Vorstand sitzt in Hannover, Freiburg und Überlingen, und von Berlin aus führt Johann Schuur die Geschäfte, der auch ein Kind der ersten Stunde war und dort inzwischen Pfarrer ist. In Israel wurde ein entsprechender Verein gegründet, ein Waldstück nahe dem Kibbutz Harduf ist das Projektgelände. Nun geht es in den nächsten Jahren darum, dort ein ANDACHTSHAUS, in dem alle Konfessionen sich einzeln oder auch gemeinsam zu Gebet und Gottesdienst treffen können, zu errichten, das das Zentrum der Begegnungsstätte sein wird, die der Wald längst geworden ist. Dafür sammelt der Verein spenden und sucht Mitstreiter, die diese Arbeit unterstützen.

Das Wochenende hat den Versammelten die Ziele der Arbeit noch einmal näher gebracht, aber auch Gelegenheit geboten, sich nach teilweise langer Zeit einmal wieder zu begegnen und zu bemerken, wie wichtig das Erlebnis eines (oder mehrerer) Sommer in Israel bei der eigenen Suche gewesen ist.

Ingo Möller

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