Bisherige Aktivitäten in Sha'ar laAdam - Bab l'il Insan

Kinder und Jugend

  • Regelmäßige Begegnungen von Schulklassen und Jugendgruppen aus der Waldorfschule in Harduf und Schulen aus Shfar'amr und den umliegenden Orten mit gemeinsamen ökologischen und landwirtschaftlichen Aktivitäten nach Jahreszeit;

  • Ein Schülerprogramm zur Stärkung individueller Fähigkeiten durch Sprachunterricht in arabischen Ortschaften in Arabisch, Englisch und Hebräisch;

  • Jüdisch-arabische Theaterarbeit und Schauspielübungen unter Leitung von Dozenten der Schauspielschule in Harduf, unter anderem eine gemeinsame Aufführung von Geschichten aus 1001 Nacht durch Elftklässler aus Harduf und Shfar'amr in den umliegenden Orten und in England (gemeinsame Gastspielreise im Frühjahr 2007) und Deutschland (gemeinsame Reisen 2009 und 2012 Nathan, 2013 Middle East Side Story); auch als Schul-Wahlpflichtfächer in den umliegenden Schulen angeboten!

  • Deutsch-israelische Jugendbegegnungen in Zusammenarbeit mit Tor zur Welt.e.V. auf regelmäßiger Basis. Seit 1998 beinahe jährlich Begegnungslager in Israel mit gemeinsamen Baueinsätzen, kulturellem Programm und Ausflügen, die das Interesse der Jugendlichen vor Ort aneinander stärken. 2004 erster Gegenbesuch in Deutschland durch eine arabisch-jüdische Gruppe, die ihr Bewusstsein und ihre Kenntnisse der komplexen geschichtlichen Situation u.a. durch Besuche an Gedenkstätten in Niedersachsen und Berlin vertiefen konnte. Dazu die Theaterbegegnungen in Deutschland 2009, 2012, 2013.


Ökologie und Naturschutz

Bisher wurde vor allem versucht, das der Initiative vom Kibbutz Harduf überlassene Waldstück mit natürlichen und umweltverträglichen Mitteln zu kultivieren, die dort vorgefundene Monokultur aufzulockern und einen Garten anzulegen. Ein ökologisch nachhaltiges Zisternensystem wurde von Schülern aus Harduf und dem Nachbardorf Ka'abiyye angelegt, muss aber noch verbessert werden. Alle Arbeiten an der Begegnungsstätte wurden bis jetzt in Handarbeit ausgeführt, was das Bewusstsein für die Erde, die Gesteinsstruktur des Landes, die Luft und den Wert des Wassers intensiviert - sie alle sind wertvolle Ressourcen, die unser Verantwortungsbewusstsein herausfordern.

Soziale Aktivitäten

Es ist uns ein Anliegen, das Bewusstsein des Einzelnen für Gemeinschaftsfragen zu stärken, Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft zu entwickeln und Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Partizipation zu fördern. Ein Weg dazu sind gemeinsamen Aktivitäten in der lokalen Gemeinschaft, ein anderer die Kleingruppen-Kultur, die um die Begegnungsstätte entsteht.

  • - Jüdisch-arabische Feste in Sha'ar laAdam:
    Jedes Jahr im Frühling, in der Zeit des Wochenfestes Shavuot, findet in der Begegnungsstätte ein großes mehrtägiges Festival statt - Aufführungen, künstlerische und handwerkliche Workshops, Gesprächsgruppen und vieles mehr. 2007 erweiterte sich dieses Festival zum ersten Mal um internationale Anteile, indem unter dem Motto „Heilende Worte“ eine internationale Märchenerzählertagung und eine Jugendtagung zum Gelingen des Festes beitrugen (mit Unterstützung des Landkreises Emek Yisreel und verschiedener internationaler Organisationen). Diese Erzähler-Tagung wird seitdem jährlich als mehrtägiges Festival begangen.

    Im Herbst, zur Zeit des Laubhüttenfestes Sukkot, das in den Jahren 2006 und 2007 mit dem Ramadan der Muslime zusammenfiel, findet ein anderes offenes Festival mit religiös-spirituellem Schwerpunkt statt.

  • Jüdisch-arabische Frauengruppen treffen sich seit Jahren, um persönliche Erfahrungen im ethnisch-kulturellen Kontext zu bearbeiten und biografisch einzelne Schicksale anzuschauen. Die Arbeit mit den arabischen Frauen ist ein Meilenstein in der interkulturellen Arbeit, die auf arabischer Seite meist sehr männlich geprägt erscheint.

  • Der so genannte „Handarbeits-Bauwagen“ ist eine Werkstatt-Initiative arabischer und jüdischer Frauen, die gemeinsam Kinderspielzeug und einfache Gebrauchsgegenstände aus Holz, Textilien und Weidengeflecht herstellen.
  • Begegnungsgruppen, in denen Menschen (auch aus den palästinensischen Gebieten und anderen Teilen Israels) biografisch miteinander die Probleme im Zusammenleben im Lande ergründen, tragen zum Bewusstsein für die gemeinsamen Aufgaben bei.
  • Sprachkurse für Erwachsene, Gesprächsgruppen und die Möglichkeit persönlicher Beratungen runden das Bild ab, das mit den Jahren eine immer reichere Struktur gewachsener persönlicher Beziehungen aufweist.
  • Im Beduinen-Dorf Sawaed El-Homeira wird am Aufbau eines sozialtherapeutischen Wohnprojektes für Menschen mit Hilfebedarf gearbeitet, der einerseits dem Inklusionsgedanken gerecht wird, andererseits durch die Öffnung nach Außen (junge Freiwillige aus aller Welt, Kooperation mit der entsprechenden Einrichtung in Harduf, Arbeitsplätze für Menschen auch von außerhalb...) zur Dorfentwicklung beitragen kann (Werkstätten, Café etc.).
  • Geplant ist außerdem ein gemischtes Wohnprojekt auf dem Gelände der Begegnungsstätte, an dessen Konzept derzeit eine engagierte Gruppe arbeitet.