Harduf/Sawa'ed

Inmitten des kargen galiläischen Hügellandes liegt, etwa 20 km von Haifa entfernt, der Kibbuz Harduf (auf dem Bild in der Ferne gerade noch sichtbar).
Die uralten Ölbäume (vielleicht über 1000 Jahre!) sind Zeugen dafür, dass dieses Land seit Menschengedenken Kulturland ist.
Seit Anfang der 80er Jahre arbeitet eine Gruppe junger Anthroposophen daran, diese verödete Landschaft ökologisch und kulturell wieder zum Leben zu erwecken.
Man versucht, auf vielen Gebieten des täglichen Lebens, neue, künstlerische Wege zu gehen - im Hintergrund die Waldorfschule und der Kuhstall.
Kultur und Kunst finden in Beit Miriam, dem Versammlungshaus des Kibbuz, statt. Und selbst die Wiese ist in diesem Klima im Grunde eine kulturelle Leistung...
Verlassen wir nun den Kibbuz und begeben uns auf den Weg zu den Nachbarn, der Beduinenfamilie Sawa'ed im Dorf Chomeira, ein paar Obst- und Olivenbaumfelder entfernt...
Eigentlich sind Beduinen traditionell Nomaden, aber die Familie kaufte vor etwa hundert Jahren die Olivenhaine, auf denen jetzt etwa 30 Häuser stehen...
Während unserer Jugendbegegnungslager im Kibbuz Harduf besuchen wir die Sawa'ed Familie in ihrem Dorf.
Der Muchtar des Dorfes, das Familienoberhaupt des ganzen Stammes, lädt uns in das "Friedenszelt" ein, in dem die Familie ihre Beziehungen zu Nachbarn und Freunden pflegt.
Beduinische Gastfreundschaft...
...einschließlich Kaffee, Tee und leckerem Essen...
...und gute Gespräche mit den Dorfbewohnern.
Die Kinder der Sawa'ed sind sehr neugierig auf den ausländischen Besuch.
Ein letzter Blick auf das Dorf am Hang

Bauprojekt 1996

Im Sommer 1996 fand unser erstes Sommerlager in Israel statt. Auf dem Bau- und Begegnungslager bauten wir eine Pergola für den Spiel- und Begegnungspark.
Der erste Schritt ist die Auseinandersetzung mit dem steinigen Untergund!
Möglichst genau wird der Boden vermessen, damit der Entwurf von Axel Ewald, einem Bildhauer aus Harduf, verwirklicht werden kann.
Das Fundament ist gegossen...
Nun werden die Hölzer behandelt.
Die vertikalen Balken werden aufgerichtet.
Die Dachbalken werden an dem massiven Mittelstück angeschlagen.
Das Dach beginnt Form anzunehmen.
Auch am therapeutischen Reiten haben wir uns beteiligt und die Kinder auf ihren Ausflügen begleitet.
Nach getaner Arbeit gibt es ein zünftiges Einweihungsfest für Groß und Klein.
Unsere Freunde im Kibbuz feiern mit Schauspiel, Musik, und gemeinsam pflanzen wir einen Baum!
Die schönste Belohnung ist der Schatten unter der fertigen Pergola!

Bauprojekt 1998

Zwei Jahre später wartet unser "Arbeitsplatz" erneut auf uns. Diesmal sind es über 30 (statt 16) junge Leute aus Deutschland und der Schweiz, die die Arbeit fortsetzen wollen.
Es gibt viele kleine Projekte im Park - zum Beispiel die Fertigstellung eines Spielhauses, das die Kinder im Kibbuz gebaut haben.
Wenn auf diesem Hügel Gras wachsen soll, muß er von unten her bewässert werden...
Die Vorarbeiten für Wege und Rasenflächen sind doch etwas aufwendiger als in Europa...
Fertige Wege und das Spielhaus im Hintergrund
Gute Dienste leistet uns "unsere" Pergola.
Gras wird nicht etwa gesät, sondern in kleinen Büscheln gepflanzt!
Die Wege verwandeln die vorher ungeordnete Landschaft in einen richtigen "Park".
Bäume pflanzen...
Die fertige Landschaft in unserem Park
Zum Dank gab es für jeden ein T-Shirt mit hebräischem Namensaufdruck
Besuch im Beduinenmuseum in Shibli (nach einer anstrengenden Wanderung auf den Berg Tabor)
Eine Wanderung auf den Golanhöhen
Der Weg führt durch ein Wadi, in dem ein frischer Bach fließt und Wasserfälle für Abkühlung sorgen.
Die beste Badeanstalt, die wir je erlebt haben!
Wir schlafen in Klassenräumen in der Waldorfschule, die meist wesentlich voller und nicht immer so ordentlich sind wie diese Helferunterkunft
Ausflug zu den Jordanquellen
Ein Blick auf Haifa
Vom Berg der Seligpreisungen geht der Blick auf den See Genezareth
Auf der das Lager abschließenden Rundreise verbringen wir die letzten Tage in Jerusalem.

Bauprojekt 1999

1999, im nächsten Sommerlager, gibt es einige neue Projekte: Dieser Platz soll in eine Reitbahn für das thrapeutische Reiten verwandelt werden.
Die Anfänge des Zauns entstehen
Wieviel Arbeit mit dem Schweißen und Streichen des Zauns verbunden war, ist hier schon nicht mehr zu sehen.
Die fertige Reitbahn
Unsere Unterkunft ist diesmal in Beit Elisha, dem Heim für erwachsene Behinderte. Hier brauchte die Terasse eine Überdachung...
Die halbfertige Veranda
An der selbstgebauten Werkbank
Das Dach beginnt Schatten zu spenden...
Fertige Überdachung
Einige von uns organisieren ein Mini-Camp mit Kindern aus dem Kibbuz
Die Kommunikation funktioniert fast reibungslos...
Kindersport
Aber auch mit den Jugendlichen gibt es sportliche Begegnungen.
Unser Gemeinschaftsraum in Beit Elisha
Auf der Abschlußreise - am Toten Meer
Blick von den Bergen der judäischen Wüste auf das Tote Meer
In der Wüste, wo einige von uns einige von uns eine mehrtägige Kamelwanderung machten
Eine Wanderung bei Ejn Gedi am Toten Meer
Und am Schluß wieder die wohlverdiente Erfrischung

Helferschulungsfahrt 2000

Im Jahre 2000 gab es kein Jugendlager sondern eine Helferschulungsfahrt für 16 junge Erwachsene, die sich mit den Sommerlagern und unserem Begegnungsprojekt intensiver auseinandersetzen wollen.
Im Gemeinschaftsraum gab es jeden Morgen einen Kurs über die Grundlagen unserer Arbeit in Geschichte, Religion, Politik, Pädagogik...
Unser Gemeinschaftsraum dient als Kirche, Kursraum und Speisezimmer...
Wir lernen voneinander - hier Volkstanz, bzw. wie man so etwas anderen beibringt!
Unsere kleinen Freunde lernen dabei auch so einiges und haben viel Spaß!
Spiele, die allen Spaß machen
Ich bin der Größte!
Wer lernt hier von wem?
In diesem Jahr wird unser Projekt plötzlich ganz aktuell. Wir knüpfen Kontakte, die nun dazu führen werden, dass Land gefunden werden soll, auf dem der Bau der Begegnungsstätte beginnen kann.
Ein Höhepunkt war ein Ausflugsziel, das einige am Schluß auf eigene Faust ansteuerten: Das Katharinenkloster im Sinai - vielleicht ein Ziel für künftige Gruppenexkursionen?

Projekt Kindergarten Sawa'ed (im Sommer 2000)

Ein weiteres Projekt für die Zukunft ist die Hilfe beim Bau eines Kindergarten-Spielplatzes bei unseren Freunden in Sawa'ed.
Der Kindergarten selbst war auf diesem planierten Grundstück geplant...
...und wurde in Form eines Wohncontainers im letzten Sommer geliefert.

Jugendlager 2001/Projekt Kindergarten Sawa'ed

Im Sommer 2001 haben wir uns mit einer kleinen Gruppe an die Gestaltung des Kindergartens in Sawa'ed ElChomera gemacht. Hier wird die Arbeit vor Ort mit dem Architekten und Bildhauer Axel Ewald und Amin Sawa'ed besprochen.
Zunächst werden vorhandene Geräte demontiert, um für neues Platz zu geben oder nur den Ort zu wechseln...
So schaffen wir dann eine große Baustelle.
Das Holz wird vorbereitet.
Beete werden angelegt.
Dann ist es schliesslich so weit und die Arbeit wird deutlich sichtbar.
Manchmal hat man Glück und man bekommt Hilfe, doch der Großteil der Steine wurde per Hand oder in der Schubkarre transportiert...
Zeiten, in denen die Baustelle nicht genügend Arbeit für alle bietet, werden zum Textlernen für unser Schauspiel genutzt
Und immer genug trinken, denn es ist heiß!
Auf einem Tagesausflug zum See Genezareth machen wir Mittagspause auf dem Berg der Seligpreisungen.
Und auf der Baustelle geht es langsam vorwärts... hier die neue Pergola über dem Sandkasten.
Der Sand besteht die Hohe Qualitätskontrolle...
Die ersten Beete sind bepflanzt. Bewässerungssyteme wurden natürlich auch verlegt. Sonst wächst hier fast nichts...
Zum Frühstück in Sawa'ed ElChomera...
Ein Baum wird gepflanzt. Er soll in einigen Jahren viel Schatten spenden.
Auch schon während der Bauzeit kommt unser Garten gut bei den Kindern an.
Der Spielplatz nimmt Form an.
Der Kindergarten bekommt auch gleich einen neuen Anstrich.
Die Baustelle und der Kindergarten von oben...
Schließlich bekommt die Pergola noch ein natürliches Dach, von der Dattelpalme.
Der fertige Sandkasten unter der Pergola.
Gruppenfoto unter der Pergola
Gegen Ende der drei Wochen haben wir dann noch ein Schauspiel in Harduf aufgeführt: Der kleine Prinz in Deutsch und teilweise auch Hebräisch. Hier ist der kleine Prinz gerade beim König auf seinem Planeten.
Der kleine Prinz begegnet dem Fuchs...
Und der kleine Prinz mit dem Piloten am Brunnen.
In Sawa'ed ElChomera sind wir gegen Ende des Baueinsatzes zum festlichen Abendessen eingeladen.
im Gespräch mit dem Stammesoberhaupt.
Stammesoberhaupt und Architekt Axel Ewald (http://www.axel-ewald.de)
Anschließend geht es dann unter anderem noch nach Jerusalem und...
...in die Wüste. So schauen wir zurück auf ein sehr erfolgreiches...
...und für alle beteiligten schönes Jugendferienlager 2001!

Jugendlager 2002

Im Sommer 2002 konnten wir dann bestaunen, wie alles schnell angewachsen war.
Der Sandkasten ist nun im Schatten und von grünen Beeten umgeben.
Aber vor dem Kindergarten könnte noch einiges geschehen...
Und so bauen einige von uns in ein paar Tagen aus überwiegend Resten eine weitere Pergola.
Und die Pausen hatten wieder wie im letzten Jahr die Gemütlichkeit der Beduinen...
Unsere erste große Aufgabe war es, für die Einfassung der Wege der Schule von Harduf Steine zu sammeln.
Dabei wurden auch neue Transportmittel erprobt...
Und dann folgte die exakte Arbeit. Jeder Stein muss passen...
In der zweiten Woche des Baulagers durften wir in dem Wald auf dem Grundstück der Begegnungsstätte arbeiten.
Ein großer runder Platz, der später einmal das Zentrum der Stätte werden will, darf geebnet werden...
Dabei dürfen wir wieder die Bekanntschaft mit den Steinen Galiläas schließen.
Doch es geht nicht nur mit der Spitzhacke...
Viel Erde muss bei dieser Arbeit bewegt werden.
...und eine Natursteinmauer.
Nach der frühmorgendlichen Arbeit gibt es dann das verdiente Frühstück in der Schulklasse.
Abends werden von wechselnden Köchen die Speisen bereitet...
Zum Abschluss der Fahrt hatten wir ein kurzes Seminar mit einer Gruppe arabischer Pfadfinder auf unserem geebneten Platz.
Dabei war das gemeinsame Kochen natürlich ein besonderes Erlebnis.
Morgens wurde dann der arabische Kaffe auf dem Feuer gekocht. (Ende)

Begegnungswochenende im September 2002

Am Wochenende 27./28. September fand im Wald in Shaar leAdam eine kleine Tagung statt. Es waren Menschen aus fast ganz Israel angereist, um gemeinsam zu singen, tanzen und sprechen.
Auch fanden sich einige, die Freude daran hatten an der langsamen Entstehung der Stätte weiterzuarbeiten.
Auch viele Menschen aus der arabischen Umgebung waren angereist.
Verschiedenste Lieder wurden gemeinsam gesungen.
Und die Freude beim Singen war groß...
Anschließend wurden einige Grussworte gesprochen. Hier spricht der Gründer des 'House of Hope' in Shfar'am.
Auch aus Harduf waren viele Menschen da.
Auch Ejal, Lehrer an der Waldorfschule in Jerusalem, sprach zu den Anwesenden. Er macht gemeinsam mit Amin Sawaed (Bothmerlehrer an den Waldorfschulen in Harduf und Jerusalem sowie Initiativträger von Shaar laAdam) auch die internationalen Olympischen Spiele mit 5. Klassen aus Krisenregionen.
Auch Abu Amin, Mukhtar (Stammesführer) des Beduinenstammes der Sawaed und direkter Nachbar vom Kibbutz Harduf, war zu diesem Treffen gekommen und betonte die Wichtigkeit der freundschaftlichen Beziehung zwischen Harduf und Sawaed.
Derweil konnten die Kinder in der entstehenden neuen Hütte basteln.
Zum Abschluss der Tagung pflanzte Yaakov Arnan (Initiativträger vom Kibbutz Harduf) gemeinsam mit jüdischen und arabischen Kindern einen Olivenbaum. Es soll der erste Schritt sein, den Kiefernwald langsam durch in Galiläa heimische Bäume zu ersetzen.
Das wird wohl lange Zeit dauern, und bis dahin braucht der junge Baum viel Pflege.

Arbeitseinsatz der 11. Klasse aus Harduf und ein Begegnungsprojekt

In der folgenden Woche (30.9.-3.10.2002) kam die 11. Klasse der Waldorfschule aus Harduf zum Shaar leAdam um gemeinsam zu arbeiten.
Einen besonderen Einsatz erforderten die Steine die im Weg waren.
Auch der neugepflanzte Olivenbaum bekam von der 11. Klasse einen natürlichen Schutz vor den Tieren.
m Anschluss an das letzte Arbeitstreffen kamen die siebten Klassen der Waldorfschulen von Tivon und Harduf, um sich hier zu begegnen und etwas über die Stätte zu erfahren.

Der Eisenbahnwaggon

Und hier ist nun der Eisenbahnwaggon. Er soll in den nächsten Monaten zum ersten Büro, Wohnraum und Aufenthaltsraum für Shaar laAdam umgebaut werden.
Er war früher eine kleine Bar, so dass es zunächst ans Entrümpeln ging.
Sobald wir die entsprechende Genehmigungen bekommen, geht er nochmals auf die Reise, nach Shaar laAdam. Noch steht er im Kibbuz Harduf.
Man sieht teils noch die frühere Verwendung, aber mit etwas Arbeit kann man ihn schön machen...
Der Waggon verfügt auch schon über eine, zwar noch verwahrloste Toillette, aber das ist immerhin ein Anfang...
Und so machen Omer und Johann sich gleich an die Arbeit. Zunächst wird alles herausgenommen und nach brauchbar
bzw. unbrauchbar sortiert. Dann soll das Holz ausgebessert, geschliffen und behandelt werden.

Jugendlager 2003

Jugendlager in Hannover 2004

Jugendlager in Israel 2004

Jugendlager in Israel 2004 - Ausflug Yehudia

Jugendlager in Israel 2004 - Ausflug Akko

Jugendlager in Israel 2004 - Ausflug Banias

Jugendlager in Israel 2005

Unsere Unterkunft in der Waldorfschule...


Auf einem Ausflug zum Berg Tabor in einem Beduinendorf.
Arbeit in der Begegnungsstätte im Wald.




Das Verwaltungsbüro von Sha'ar laAdam - Bab lil'Insan in Harduf mit dem durch unseren Verein vor einigen Jahren geschenkten Computer.
Vorbereitungen für das Abschlussfest in der Begegnungsstätte im Wald. Hier wird das Klavier gestimmt...

Die Küche im Wald.
In Sawa'ed-ElChomera...

Sonnenuntergang von Sawa'ed aus über der Bucht von Haifa und dem Kindergarten in Sawa'ed
Zurück in Harduf. Die mobile Dusche wird unmittelbar vor unserer Abreise aus Harduf wieder gut verstaut fürs nächste Jahr.
Das war harte Arbeit...
Warten auf den Bus nach Jerusalem...
Auf dem Tempelberg

In einer alten Kirche
Die Gassen der Altstadt


Über den Dächern
In einem Laden
Auf dem Ölberg
Die Gruppe aus Deutschland am letzten Abend mit einer Jugendlichen der israelischen Gruppe, die uns noch spontan nach Jerusalem begleitete.

Bauprojekt 2007

das entstehende Gästehaus in Sawa'ed
eine Nautursteinmauer entsteht
... die Mauer wächst
Schluss für heute nach stundenlanger Arbeit im Beton
Dachdecken am Vorbei
letzte Dachdeckarbeiten an der Pergola
Pause im zukünftigen Gästehaus
fertige Mauer und Pergola

Jubiläumstreffen Berlin, Oktober 2008

Gemeinsames Erinnern an vergangene Baulager
Vor dem Reichstag
Stadtrallye durch Berlin
Was ist die beste Strategie?

Pommes Frites statt Humus und Falafel
Eingangsbereich der Gemeinde Prezlauerberg

Dinieren im Gemeinderaum