Chronologie des Projektes

2018

Neue Auflagen der israelischen Brandschutzbehörde führen in diesem Jahr zu einigen ungeplanten Veränderungen in der Begegnungsstätte:
Die Abstände zwischen den Kiefern, den Gebäuden und den Wohnzelten werden vergrößert. Viele Bäume werden gefällt. Der für Herbst vorgesehene Bau des Andachtshaus-Standerwerkes mit Dachkonstruktion kann nicht umgesetzt werden, dafür gibt es viele infrastrukturelle Neuerungen. Hochdruckwasserleitungen und isolierte Stromkabel werden verlegt; Feuer- und Rauchmelder werden aktiviert.
Das Gästehaus im Sawa'ed-Dorf wird inwzischen von einer jüdisch-israelischen Familie bewohnt, die durch das Leben im Beduinendorf eine wichtige Brücke zwischen den Bevölkerungsgruppen schlägt.

2017

Die Freiwilligen des TEN-Programms arbeiten in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya, in einer sozialtherapeutischen Einrichtung in Harduf und auf dem Gelände der Begegnungsstätte selbst. In Ka’abiya tragen sie vor allem zur Motivation der Kinder und zur Verlebendigung des Englischunterrichts bei. Jede TEN-Gruppe bleibt etwa fünf Monate bei uns, und die Wirkungen auf alle Beteiligten sind erstaunlich: Die jungen Leute lernen vieles über dieses Land, was ihnen bisher noch niemand erzählt hatte, die arabischen Kinder schnuppern die Luft der großen weiten Welt und lernen, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist - und die Begegnungsstätte wächst und wird immer anerkannter.
Der Garten entwickelt sich unter der liebevoller Pflege von Daniel Gordon weiter. Es wird einiges an Land hinzugepachtet, auf dem Gemüse und einheimische Heilkräuter angebaut werden. Der Schutzraum, der als Nebenraum des Andachtshauses auch als Sakristei dienen soll, ist inzwischen dazu gekommen, so dass wir mit Saalbau beginnen können.
Im Oktober findet die vierte Friedensübungswoche statt, die das Mysterium des guten Willens zum Thema hat. Über sieben Tage wird u.a. in Form von Gesprächsgruppen, Vorträgen und durch künstlerisches Üben der Frage nachgegangen, was es wirklich heißt, Menschen eines guten Willens zu sein.

2016

Dank unseres Programmes für junge jüdische Freiwillige aus aller Welt (TEN - „Gib!“), den Freiwilligen und Praktikanten aus Deutschland und derjenigen Studenten des anthroposophischen Grundjahres, die im Wald wohnen und trotz aller Wechsel eine immer zuverlässigere Gruppe bilden, ist unser Grundstück durchgehend sehr belebt. Im Rahmen der 'Common Path'-Initiative, finden seit einiger Zeit Begegnungen zwischen jungen arabischen und jüdischen Lehrern statt. Arabisch-Unterricht für die Aktivisten, Frauentreffen und gemeinsame Feste bilden das Programm der politischen Inititiative, die eng zusammenarbeitet mit der arabischen Galiläa-Gesellschaft für die Gleichstellung aller Bevölkerungsgruppen in Nord-Israel. Zu Pfingsten gibt es ein mehrtägiges Erzähler-Festival…
Baulich wird die Gruppenunterkunft für die Freiwilligen um ein drittes Gebäude erweitert, sodass inzwischen 18 junge Leute in Mehrbettzimmern wohnen können.

2015

Sommer
Das Projekt TEN („Gib!“) wird ins Leben gerufen. Junge jüdische Freiwillige aus aller Welt wohnen in der Begegnungsstätte im Wald und arbeiten in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya, in einer sozialtherapeutischen Einrichtung in Harduf und auf dem Gelände der Begegnungsstätte selbst. Die Theaterbegegnungen mit Schülern sind ein fester Teil des Programms.
Zudem läuft das Programm für Wehrdienstleistende in alternativer Verwendung weiter.
Im August findet die dritte Friedensübungswoche statt, die das Verhältnis von Indiviudalität und Gruppe zum Thema hat. Gemeinsam wird erforscht und erfahren, was religiöses Leben hier im Lande für die Region, für die Welt und für uns persönlich bedeuten.

Januar
Am 24. Januar wird der erste Spatenstich für das Andachtshaus gesetzt, nachdem zuvor die Bäume gerodet wurden. Die Arbeiten am Fundament beginnen!

2014

Sommer bis Herbst
Eine junge Praktikantenfamilie belebt das Gästehaus und leistet wertvolle Aufbauarbeit in der Begegnungsstätte. Der zweite Freiwilligenkurs läuft an. Eine dritte Unterkunft wird gebaut.
Nun soll der Bau des Andachtshauses verwirklicht werden.

Frühling
In der Begegnungsstätte werden die ersten festen Häuser auf den vom Jugendlager errichteten Fundamenten fertiggestellt- Freiwilligenunterkünfte für zwölf Personen, eine Gemeinschaftsküche und Toiletten und Duschen. Die ersten Vollzeitprogramme mit jungen Erwachsenen laufen an. Von der Begegnungsstätte aus wird Freiwilligendienst in der Schule im arabischen Nachbarort, im Kinderheim in Harduf und auf dem Gelände der Begegnungsstätte geleistet.
In Sawa'ed El-Homeira wird das Gästehaus fertiggestellt, das den Namen "Haus Helena" tragen soll.

2013

Herbst
Im November kommt die endgültige Baugenehmigung für unsere Initiative - ein Meilenstein!
Vor Ort gehen die Arbeiten an den Dauerunterkünften im Herbst und Winter weiter, so dass alles für die ersten Kurse junger Freiwilliger aus aller Welt bereit ist. Daneben soll es bald Programme für arabische und jüdische Zivildienstleistende geben. Einige junge Leute aus der Armee haben das Baulager bereits als Ersatzdienst für die letzten Monate ihres Wehrdienstes begleitet.

Sommer
In der Folge der Nathanprojekte kommt es zu einem neuen, noch größeren Schauspiel- bzw. Musicalprojekt: 26 Jugendliche aus Galiläa und vom Bodensee führen die Middle East Side Story (frei nach der West Side Story) auf - wieder ein dreisprachiges Bühnenstück mit viel eigener Musik und einer Geschichte, die die beiden "Gangs" in den Nahen Osten versetzte, in ein fiktives Land mit dem realen Namen Galiläa. Nach den Aufführungen in Überlingen, auf dem Lehenhof, in Freiburg und in Basel im Juli geht es im August/September als Teil des International Youth Camp in the Galilee zu zwei weiteren Aufführungen nach Israel.
In der Begegnungsstättte treffen sich junge Menschen aus Galiläa, den USA, Italien und Deutschland zu einem Baulager, in dem die Fundamente für die ersten zwei Häuser geschaffen werden.
Paralllel dazu findet die dritte Friedensübungswoche statt.

2012

Herbst
Die deutschen Jugendlichen aus Überlingen reisen nach Harduf und führen gemeinsam mit den arabischen und jüdischen Jugendlichen nochmals "Nathan der Weise" auf - jetzt in der Begegnungsstätte.
Kurz darauf reist eine Gruppe Berliner Jugendlicher in die Begegnungsstätte, um dort für zwei Wochen zu wohnen und weiter an der Anlage des Ortes zu arbeiten.

Sommer
An den weltweiten Jugendfesttagen der Christengemeinschaft in Überlingen zu Pfingsten "Kairos" nehmen auch arabische und jüdische Jugendliche teil und spielen zur Eröffnung gemeinsam mit deutschen Jugendlichen eine neue Fassung von "Nathan der Weise" von Lessing in Arabisch, Deutsch und Hebräisch.

2011

Frühjahr bis Herbst
Unsere Partner aus der Begegnungsstätte und von der Theaterschule in Harduf touren durch Deutschland und die Schweiz mit einem modernen Theaterstück - "Der Jude Einstein" von Zvi Shir. Auch eine Studienreise sowie die zweite Friedensübungswoche sorgen wieder für die Verbreitung unseres Anliegens.

2010

Sommer
Auf der diesjährige Begegnungsfahrt für Jugendliche steht neben dem Arbeiten in der Begegnungsstätte wieder die Theaterarbeit im Zentrum. Theaterkurse werden vor Ort inzwischen an mehreren Schulen angeboten und helfen, neue Brücken zwischen jungen Menschen in der Region zu bauen.

2009

Sommer
Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Sommerlager in Galiläa. Außerdem bekommt die Theaterarbeit eine neue Dimension, nachdem die Begegnungsstätte bereits seit einigen Jahren Theaterarbeit für jüdisch-arabische Gruppen in Galiläa anbietet, wird eine Idee geboren:
Nathan der Weise - Nathan haChacham - Nathan alHakim 2009
Das Theaterstück wird von arabischen und jüdischen Jugendlichen aus Galiläa und jungen Leuten aus Deutschland in drei Sprachen erarbeitet. Die dreisprachigen Aufführungen in Überlingen, Winterbach/Stuttgart, Freiburg und Basel sind ein voller Erfolg.
Im Herbst findet die erste "Friedensübungswoche" in unserer Begegnungsstätte statt. An dieser von Laien aus der Christengemeinschaft veranstalteten Übungszeit nehmen etwa 80 Menschen aus aller Welt teil - viele aus Osteuropa, Holland, der Schweiz... und aus verschiedenen Teilen des Landes selbst.

2008

10 Jahre "Tor zur Welt"
Im Oktober treffen sich, zum Teil von weither angereist, etwa 40 junge Menschen in der Christengemeinschaft Prenzlauer Berg in Berlin, um das Jubiläum des Vereins Tor zur Welt - Sha'ar laOlam - Bab l'alAlem e .V. zu feiern. Neben Rückblicken auf eine doch bemerkenswerte Entwicklung des Projektes sowie Vorblicken auf zukünftige Vorhaben erfreut und fordert eine ausgeklügelte Stadt-Ralley durch Berlin die Teilnehmenden... Wir haben bis 2008 etwa 180 Jugendlichen aus Deutschland Reisen ins Heilige Land ermöglicht. Im selben Jahr gibt es die erste Studienreise für Erwachsene, veranstaltet vom Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft unter der Leitung von Ilse Wellershoff-Schuur und Heiner Schuur.

Sommer
Die Reise beginnt diesmal in Jerusalem mit vielseitigen Begegnungen. In Harduf arbeitet die Gruppe weiter in Sha'ar laAdam - Bab l'il Insan. Es werden die Sitze des Freiluft-Theaters erneuert und eine Terrasse auf dem Abhang errichtet.

2007

Sommer
Eine kleine Gruppe fährt auch in diesem Sommer nach Galiläa. In Sawa'ed El-Homeira wird am Gästehaus gearbeitet. Zusammen mit jüdischen Israelis aus Harduf werden eine Natursteinmauer und das Vordach des Hauses gebaut. Ein Teil der Freiwilligen hilft bei der Fertigstellung der Waldorfschule in der benachbarten arabischen Stadt Shfa'amr, die in diesem Schuljahr eröffnet wird.

2006

Sommer
Das Begegnungslager in Galiläa muss leider wegen des Libanonkrieges kurzfristig abgesagt werden. Eine kleine Gruppe fährt trotzdem und kann neben einer Reihe wichtiger Begegnungen auch an der Begegnungsstätte weiterarbeiten. Der Konflikt macht die Wichtigkeit unserer Arbeit wieder einmal besonders deutlich.
Im Herbst, zu Ramadan/Sukkot/Michaeli, wird auf einer Tagung zur Frage der Religionen und ihres Beitrags zu Krieg und Frieden die Idee des Andachtshauses geboren.

2005

Sommer
Es findet wieder ein Begegnungslager in Sha'ar laAdam - Bab l'il Insan statt. Wie schon in den vergangenen Jahren können wir bei unserem Aufenthalt eine Menge Neues bestaunen. Auch nimmt die Zahl der Aktivitäten in der Begegnungsstätte beständig zu.

2004

Sommer
Es findet sowohl ein Begegnungslager in Deutschland (Hannover) mit jüdischen und arabischen Jugendlichen aus der Begegnungsstätte als auch eines in Sha'ar laAdam Bab l'il Insan statt.

2003

Sommer
Im Sommer arbeitet wieder eine Gruppe aus Deutschland auf dem für das Projekt zur Verfügung gestellten Land. Es wird der Platz für ein erstes winterfestes Zelt vorbereitet.

Herbst 2002 - Frühjahr
Johann Schuur begleitet für den deutschen Verein die Aktivitäten vor Ort. Es wird in Israel ein Verein gegründet, die Arbeit an der Stätte geht weiter und das Baugenehmigungsverfahren läuft an. Außerdem werden diverse Aktivitäten, wie Seminare und kurze kleine Tagungen durch eine Initiativgruppe vorbereitet.

2002

Sommer
Im Sommer arbeitet die Gruppe aus Deutschland schon auf dem neuen Land und ebnet einen zentralen Begegnungsplatz mit Feuerstelle.

Frühjahr
Im Frühjahr wird dem Projekt ein Stück Waldland durch den Kibbuz Harduf zur Verfügung gestellt. Es befindet sich zwischen Harduf und dem arabischen Dorf Ka'abiya. Im Wald findet ein erstes großes Seminar mit Interessierten aus der Umgebung statt. Eine neue Seite des Projektes wird deutlich: Es soll auch ein ökologisches Zentrum werden.

2001

Das Bauprojekt des Sommerlagers ist im neuen Kindergarten des nunmehr vom Staat anerkannten Beduinendorfes Sawa'ed El-Homeira. Dadurch wird unsere Beziehung auch zu unseren arabischen Partnern intensiver. Diese Arbeit war möglich durch eine großzügige Spende des Anthroposophischen Zentrums in Kassel.

1995 – 2000

Die Idee der Begegnungsstätte entwickelt sich auf den Sommerbaulagern im Kibbuz Harduf im Gespräch und in der gemeinsamen Arbeit mit unseren Partnern. Zunächst ist an ein Stück Land zwischen Harduf und Sawa'ed gedacht. Am 3. Oktober 1998 wird in Deutschland der Verein "Tor zur Welt" gegründet.