Aus dem Rundbrief Januar 2015

Vom Fortgang der Projekte

In der Begegnungsstätte im Wald…

Dank unseres Programms für junge jüdische Freiwillige aus aller Welt (TEN - „Gib!“) und der Studenten des anthroposophischen Grundjahres, die zum Teil im Wald wohnen, ist unser Grundstück jetzt durchgehend recht belebt. Die Freiwilligen arbeiten unter anderem in der Schule im Beduinen-Ort Ka’abiya. Dort tragen sie vor allem zur Verlebendigung des Englischunterrichts bei. Jede Gruppe bleibt etwa vier Monate bei uns, und die Wirkungen auf alle Beteiligten sind erstaunlich: Die jungen Leute (bisher aus den USA, Kanada, England, Schweden) lernen vieles über dieses Land, was ihnen bisher noch niemand erzählt hatte, die arabischen Kinder schnuppern die Luft der großen weiten Welt und lernen, dass Englisch nicht nur ein Schulfach ist - und die Begegnungsstätte wächst und wird immer anerkannter.  Die Theaterbegegnungen mit Schülern sind auch ein fester Teil des Programms. Für 2016 beginnt sich wieder ein Impuls für ein Projekt mit europäischer Beteiligung zu formen. Auch das Programm für Wehrdienstleistende in alternativer Verwendung geht weiter. Leider haben wir allerdings immer noch keine arabisch-sprachigen Zivildienstleistenden. Diese Initiative ist noch in Arbeit…

Wichtig sind auch die Treffen, die außerhalb der laufenden Programme für junge Leute stattfinden - eine Initiative für Lehrer in Galiläa, die Common Path-Initiative, Arabisch-Unterricht für die Aktivisten, Frauentreffen, gemeinsame Feste… Zu Pfingsten plant man wieder ein Erzähler-Festival über mehrere Tage…
Baulich sieht es inzwischen so aus, dass es zu den beiden  Gruppenunterkünften für die Freiwilligen bald eine dritte Wohneinheit geben wird, die halb fertig ist. Dann werden etwa 18 junge Leute in Mehrbettzimmern gut hier wohnen können. Die Wohnzelte, Jurten und Tipis unterhalb der Freiluftbühne werden immer komfortabler, und die Sanitäranlagen, die es seit einiger Zeit neben den weiterhin bestehenden Campingtoiletten gibt, sind durchaus zivilisationstauglich.
Unser alter Eisenbahnwagen - anfangs der einzige Ort im Wald, der abschließbar war, ist auf das Waldgrundstück umgezogen und wird nun das Büro - ja, WLan gibt es inzwischen auch im Wald…
Der Garten hat sich unter der liebevollen Pflege von Daniel Gordon weiterentwickelt und die Abwasserteiche harren einer fachmännischen Hilfestellung, mit der wir das ursprüngliche Konzept von Zisternen und Abwasserklärung weiterführen können. Auch das ist in Arbeit.
Und vor allem - das Grundstück für das Andachtshaus ist abgesteckt, die Bäume fallen nächste Woche, und dann wird das Fundament gelegt! Dazu gab es am Ende einer Seminars zur Bedeutung der religiösen Erneuerung am 24. Januar eine bewegende Ze-remonie, die sozusagen den ersten Spatenstich setzte. Die Pläne wurden noch einmal angepasst, so dass die Fertigstellung des Rohbaus mit einigem guten Willen und unter der Voraussetzung, dass die Spenden weiter fließen, bis Michaeli realistisch erscheint.     Ein gesondertes Infoblatt zum Bauvorhaben Andachtshaus schicken wir bald herum!        (IWS)

Im Sawa’ed-Dorf
Das Gästehaus im Sawa’ed-Dorf El-Homeira unser Haus Helena, ist fertig und hat uns schon gute Dienste geleistet.! Es gibt zwei Schlafräume mit je einem Einzelbett und einem Doppelschlafsofa, ein weiteres Doppelsofa im Aufenthaltsraum, der großzügig gestaltet ist und eine Küchenzeile enthält mit großem Kühlschrank und gutem Gasherd. Außerdem gibt es zwei Toiletten, eine davon mit Dusche, die andere mit Waschgelegenheit, eine Waschmaschine und eine nette Terrasse vor dem Haus.
Drei Monate lang hat eine junge Familie aus Süddeutschland dort gelebt und als Praktikanten in der Begegnungsstätte gearbeitet, zwischendurch auch andere Gäste beherbergt und vor allem die Einrichtung in jeder Richtung abgerundet.
Für Interessenten, die hier ein paar Tage verbringen möchten auf einer Reise im Heiligen Land, gibt es einen Willkommensbrief mit vielen nützlichen Hinweisen (Sprachführer, Öffnungszeiten, öffentliche Transportmittel, Höflichkeitsregeln im Beduinendorf.)… Wer für die Begegnungsstätte arbeitet, wohnt hier gegen eine angemessene Erstattung der Nebenkosten, wer aus touristischen Gründen kommt, möge bitte eine großzügige Spende machen für die Arbeit im Lande bzw. sich der Familie Sawa’ed für ihren Aufwand erkenntlich zeigen.
Herzlich Willkommen
- Ahlan wa sahlan!    (IWS)